Naturschutz

Der Naturschutz ist nicht nur bestrebt die Funktionen der Kulturlandschaft für Pflanzen, Tiere und Lebensräume zu erhalten sondern auch verloren gegangene wiederherzustellen und zu entwickeln. Die Region Großes Meer ist Teil des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000 insbesondere des Europäischen Vogelschutzgebietes "Ostfriesische Meere", dass dem Schutz von Röhricht- und Wiesenbrütern sowie rastender Gänse und Watvögel dient. Die Erhaltungsziele für dieses Gebiet sind auf die entsprechenden Vogelarten und ihre Verletzlichkeit ausgerichtet:

  • Erhalt des offenen (gehölzarmen) Grünlandes und Förderung der extensiven Grünlandbewirtschaftung mit späteren, für die Brutvögel verträglicheren Mahdterminen,
  • Förderung der Extensivierung der Grabenunterhaltung im Grünland mit dem Ziel Röhrichte an den Gräben zu erhalten und zu entwickeln,
  • Wiederherstellen höherer, möglichst naturnaher Wasserstände mit winterlichen Überflutungen zur Erhaltung der offenen Wasserflächen der Meere, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Röhrichte und zur Verbesserung der Nahrungsgrundlage der Wiesenvögel,
  • Erhalt der ausgedehnten Röhricht- und Schilfzonen an den Meeren, insbesondere durch die Verbesserung ihrer Wasserversorgung
  • Reduktion von Störungen durch Freizeit- und Erholungsnutzung oder Jagd
  • Verzicht auf die Errichtung baulicher Anlagen mit Störwirkung wie verkehrsreiche Straßen, Windkraftanlagen oder Hochspannungsleitungen.   [mehr zum Vogelschutzgebiet und den Erhaltungszielen]

Im Kern des Vogelschutzgebietes liegt außerdem das FFH-Gebiet "Großes Meer, Loppersumer Meer" das ebenfalls Bestandteil des Netzes Natura 2000 ist. Allgemeines Ziel ist die Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der vorkommenden Arten, also für Teichfledermaus und Froschkraut, und Lebensräume der FFH-Richtlinie, also der natürlichen nährstoffreichen Seen mit Laichkraut oder Froschbiss-Vegetation, der Pfeifengraswiesen, der feuchten Hochstaudenfluren und der Übergangs- und Schwingrasenmoore. Insbesondere hervorgehoben wird der Schutz und die Entwicklung

  • der naturnahen, eutrophen Marschrandseen mit artenreicher Wasser- und Verlandungsvegetation sowie
  • der extensiv genutzten Feuchtgrünlandbereiche mit Schlitzdistel-Pfeifengraswiesen.  
    [mehr zum FFH-Gebiet und den Erhaltungszielen]

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