Plattformen mit Aussicht und Einblicken

Die Region Großes Meer ist flach, die höchste Erhebung ist der Deich am Ems-Jade-Kanal. Von dort hat man eine gute Aussicht beispielsweise auf die Flächen südlich der Hieve, die ein wichtiger Lebensraum für Brut- und Rastvögel sind. Die Meere selbst kann man von dort allerdings nicht sehen.

Da der 3-Meere-Weg überwiegend in einigem Abstand zu den Ufern verläuft, hat man nur an wenigen Stellen den direkten Blick auf das Wasser. Aussichtsplattformen sind daher ein wichtiger Beitrag zum Naturerlebniskonzept. Schaut man von oben auf die Landschaft, dann kann man neue Ausblicke auf und Einblicke in die Natur gewinnen. Rund um das Große Meer wurden entsprechend bereits mehrere Plattformen unterschiedlicher Größe aufgestellt, eine weitere ist 2012 hinzugekommen:

  • Am Schilfweg gab es bereits vier kleine Aussichtsplattformen mit relativ geringer Höhe und großen, bereits stark verblichenen Informationstafeln. Um die Aussicht zu verbessern, wurden 2009 zwei der Plattformen durch ca. 1,5 m höhere Neubauten ersetzt.
  • Eine größere Aussichtsplattform wurde 2010 südöstlich des Großen Meeres fertig gestellt. Sie steht etwas außerhalb von Forlitz-Blaukirchen am Woldenweg und bietet Ausblicke auf den Südteil des Großen Meeres, auf das verlandete Herrenmeeder Meer und in das Grünland am Hiwkeschloot, das ebenfalls ein wichtiger Vogellebensraum ist.
  • Eine ähnlich große Plattform gibt es jetzt an der Nordwestecke des Großen Meeres. Sie wurde im Juli 2012 am neuen Ende des Leitdammes in der Nähe der Pünten-Querung und der Stauanlage 1 für das neue Wassermanagement errichtet. Von dieser Plattform hat man einen Überblick über den Nordteil des Großen Meeres, in die Röhrichte zwischen Meer und Marscher Tief schauen, sich die Stauanlage von oben ansehen und nicht zuletzt über das Marscher Tief auf das Grünland schauen können, das im Winter von Rastvögeln genutzt wird.

Die Plattformen werden auch als Umweltbildungsstationen genutzt. Sie sollen nicht nur Blicke aus der "Vogelperspektive" ermöglichen, sondern zusätzlich über die Region informieren, über ihre Bedeutung, ihre Probleme und die Lösungsmöglichkeiten.

Die Realisierung der Plattformen erfolgte mit Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Natur erlebens sowie der nachhaltigen Entwicklung in Modellregionen insbesondere im Zusammenhang mit Natura 2000.

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