Förderung des naturverträglichen Wassersports

Wassersport hat eine hohe Bedeutung für den Fremdenverkehr in der Region und der Nordteil des Großen Meeres ist ein bei Seglern und Paddlern beliebtes Gewässer. Aus diesem Grund wurden auch die Maßnahmen für das neue Wassermanagement hier speziell an die Bedürfnisse der Wassersportler angepasst. Die Stauanlagen Nr. 1 und 2 wurden bzw. werden jeweils mit einer acht Meter breiten Stauklappe statt mit zwei vier Meter breiten Klappen (wie am Südteil des Großen Meeres) ausgerüstet. Zusätzlich gibt es Wartedalben und Halteleinen.

Für eine nachhaltige Entwicklung der Region muss aber die Funktion für den Wassersport nicht nur gesichert, sondern weiter entwickelt werden. Dies ist vor allem durch eine Verbesserung der entsprechenden Infrastruktur möglich. Dazu sind im Regionalentwicklungskonzept verschiedene Maßnahmen vorgesehen, von denen einige bereits umgesetzt wurden:

  • die Nutzbarkeit der Kanäle wird durch Entschlammung verbessert, als erstes wurde 2005 ein Abschnitt der Wiegboldsburer Riede geräumt,
  • die Paddel- und Pedalstation Großes Meer wurde bereits 2006 errichtet,
  • mit der Erneuerung von Teilen der Ufersicherung am Großen Meer wurden 2007 zusätzliche und verbesserte Bootsliegeplätze geschaffen
  • und 2011 erfolgten der Neubau einer Steganlage am Meerwarthauskanal Großes Meer, die Anlage von Bootsliegeplätzen und die Erweiterung des Sanitärgebäudes der Paddel- und Pedalstation.

Darüber hinaus sind noch weitere Maßnahmen geplant:

  • eine Entschlammung der Wiegboldsburer Riede im Bereich der Wochenend- und Ferienhaussiedlung und
  • eine Entschlammung des Marscher Tiefs und
  • eine Entschlammung des Trecktiefs, das zurzeit für den Wassersport kaum geeignet ist,
  • die Einrichtung einer Paddel- und Pedal-Teilstation am Ems-Jade-Kanal bei Mittelhaus und
  • die Einrichtung einer Haltestelle für die zwischen Emden und Aurich auf dem Ems-Jade-Kanal verkehrende MS 'Aurich' bei Mittelhaus.

Zwischen Ems-Jade-Kanal und Trecktief gibt es aufgrund des unterschiedlichen Wasserstandes keine direkte Verbindung. Es soll aber die Möglichkeit geschaffen werden, Paddelboote von einem Gewässer in das andere umzusetzen, um auf diese Weise den Ems-Jade-Kanal besser mit den Wasserwanderwegen der Region zu verknüpfen.

nach oben         zurück