Revitalisierung der Ufersäume, was ist das?

Bei dieser Maßnahme geht es um die Verbesserung des Zustands der Röhrichte am Ufer des Großen Meeres. Sie wurde als eine der ersten bereits umgesetzt.


Was wurde getan? Ein ca. 30 cm hoher Treibselwall aus abgestorbenen Pflanzenteilen, abgelagertem Sand und Schlamm, durchwachsen von Schilfrhizomen, der sich am seeseitigen Rand der Röhrichte gebildet hatte, wurde beseitigt.
Wo? Am westlichen Ufer des Großen Meeres,
allerdings nur im Nordteil, weil im Südteil vermutlich noch Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg liegen, die dabei explodieren könnten.
Warum? Der Treibselwall war eine der Ursachen für den schlechten Zustand vieler Röhrichtflächen, er behinderte den Wasseraustausch zwischen Schilfgürtel und offener Wasserfläche, weil er selbst bei Hochwasserereignissen erst spät überspült wurde.
Wann? Begonnen wurde im Winter 2004/2005, während der Brutzeit 2005 ruhten die Arbeiten, sie wurden im Winter 2005/2006 fortgesetzt und abgeschlossen.
Wer hat das gemacht?

Bauherr war das Land Niedersachsen, Bezirksregierung Weser-Ems (jetzt NLWKN Brake - Oldenburg), Naturschutzverwaltung.

Geplant und überwacht wurde die Maßnahme vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK, jetzt NLWKN) in Aurich.

Ausgeführt wurde sie von zwei Bauunternehmen aus der Region.

Wer hat bezahlt? Das Land Niedersachsen und die Europäische Union.
Wie wurde das gemacht?

Mit einem Schneidkopfsaugbagger wurde der Wall in 10 - 20 m Breite bis zum Grund des Großen Meeres bzw. bis in eine Tiefe von NN -2,75 m aufgenommen.

Das Gemisch aus Pflanzenteilen, Sand, Schlamm und Wasser wurde über eine Rohrleitung auf ein rund 8 ha großes Spülfeld westlich des Großen Meeres gepumpt. Dort konnte sich das feste Material absetzten und das überstehende Wasser dann abfließen.

Die Fläche bleibt als Feuchtbiotop sich selbst überlassen.


Zusammen mit dem geplanten neuen Wassermanagement wird diese Maßnahme zu einer Revitalisierung der Röhrichte am Großen Meer führen, ihre Lebensraum- und ihre Wasserreinigungsfunktion stärken.

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