Wasserwirtschaft

Da die Region Großes Meer fast vollständig unter dem Meeresspiel bzw. Normalnull (NN) liegt, schafft erst die Wasserwirtschaft die Voraussetzungen für verschiedene Nutzungen insbesondere für gut bewirtschaftbare landwirtschaftliche Flächen und hochwassersicheres Wohnen. Verantwortlich dafür ist der I. Entwässerungsverband Emden. Mit Hilfe der Siel- und Schöpfwerke in Greetsiel und an der Knock sowie der entsprechend ausgebauten Vorfluter hält er in seinem Entwässerungsgebiet einen Sommerpegel von NN -1,27 m und einen niedrigeren Winterpegel von NN -1,40 m. Auf diese Weise hat das Gebiet bei winterlich hohen Niederschlägen ein entsprechend größeres Hochwasserrückhaltevermögen.

Hinzu kommen eine Reihe von Unterschöpfwerksgebieten, die teilweise noch deutlich niedrigere Wasserstände haben. Auch das Große Meer ist umgeben von verschiedenen Unterschöpfwerksgebieten, selbst aber nicht Teil eines solchen. Es hat zusammen mit der Hieve für den I. Entwässerungsverband Emden eine hohe Bedeutung als Hochwasserretentionsbecken. Allein das Große Meer hat im Winter ein Speichervermögen von ca. 1,5 Mio. m³. Ohne dieses Retentionsvolumen wäre für das Schöpfwerk an der Knock eine weitere (fünfte) Pumpe erforderlich.

Die Wasserwirtschaft hat folgende Interessen:

  • Erhaltung des vorhandenen Speichervolumens des Großen Meeres,
  • Einhaltung der angestrebten Wasserstände mit nur geringen Abweichungen,
  • möglichst geringer Einsatz der Schöpfwerke zur Minimierung des Energieverbrauchs und der Kosten,
  • Unterhaltung der Gewässer mit möglichst wenig Aufwand.
  • Angesichts von Klimawandel und steigendem Meeresspiegel gewinnt auch die Schaffung der Voraussetzungen für eine verbesserte und flexiblere Nutzung der Hochwasserretentionsräume zunehmend an Bedeutung.

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