Jagd

Sowohl am Großen Meer selbstk, als auch im Bereich der landwirtschaftlichen Nutzflächen wird gejagt. Eine lange Tradition hat die Lockvogeljagd auf Enten, die sogenannte Pooljagd (Pool ist das niederdeutsche Wort für Pfuhl oder Tümpel). Dabei wird am Ufer im Schilf ein kleiner Unterstand errichtet (siehe Foto), auf dem Wasser davor schwimmt ein Lockvogel. Früher war das eine lebende Ende, die festgebunden wurde, heute nutzt man Attrappen aus Kunststoff.

Außerdem werden am Großen Meer Graugänse gejagt. Dabei hat die Jagdgemeinschaft für den Nordteil des Großen Meeres aus Naturschutzgründen im Bereich der Mündung der Süderriede eine Schutzzone eingerichtet, in der sie auf die Graugansjagd verzichtet. Sie hat außerdem freiwillig die Jagdzeit im Januar um zwei Wochen verkürzt, um die Gänserast weniger zu beeinträchtigen.

In der Region Großes Meer werden darüber hinaus Rehwild, Hasen, Fasane und Füchse bejagt. Füchse ernähren sich unter anderem von Eiern und Küken der Wiesenvögel. Nehmen sie überhand, gefährden sie den Bestand dieser Brutvögel. Durch die Anlage von Wildäckern verbessern die Jäger das Nahrungsangebot für das Wild. Sie versuchen auf diese Weise auch geeignete Lebensbedingungen für Rebhühner wiederherzustellen.

Im Interesse der Jäger sind:

  • eine strukturreiche, vielfältig genutzte Landschaft mit Hecken, Feldgehölzen und breiten Feldrainen, die dem jagdbaren Wild möglichst gute Lebensbedingungen mit unterschiedlichen Nahrungsflächen und Zufluchtstätten bietet.
  • wenig Störungen durch Verkehr und Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Inlineskaten oder Spazierengehen, wobei insbesondere freilaufende Hunde ein großes Störpotential haben.
  • Aktuell bemühen sich die Jäger am Großen Meer, die Jagdzeiten für Graugänse zu verändern, und eine durchgehende Jagdsaison von August bis Januar zu erreichen, also auf die Schonzeit von September bis Oktober zu verzichten.

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