Das Große Meer, der größte Binnensee Ostfrieslands ...


Lage: in Nordwest-Niedersachsen, im Landkreis Aurich, zwischen Aurich und Emden, nördlich des Ems-Jade-Kanals und südlich der Bundesstraße B 210, in der Gemeinde Südbrookmerland
Naturraum: Übergangsbereich von der Marsch zur Geest
Größe: ca. 4 km lang und bis zu 1 km breit, mit einer Wasserfläche von ca. 350 ha
Beschreibung: Flachwassersee
mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von 0,7-0,8 m,
mit einer maximalen Wassertiefe von ca. 1,5 m und
mit Röhrichtinseln und ausgedehnten randlichen Schilfröhrichten
Zu- und Abflüsse: Wiegboldsburer Riede, Knockster Tief, Heikeschloot und Westerender Ehe,
ihr Wasser wird jedoch durch Randkanäle überwiegend um das Große Meer herumgeführt
Strömung und Durchmischung: Zu- und Abflüsse fließen überwiegend extrem langsam oder gar nicht, nur bei starken Niederschlägen oder Schöpfwerksbetrieb kommt es zu stärkeren Fließbewegungen,
die vom Wind verursachten Strömungen im Großen Meer sind stärker, sie sorgen für eine ganzjährige vollständige Durchmischung des Sees


... und seine Umgebung, die Region Großes Meer


umgebende Flächen: vorwiegend Grünland aber auch einige Ackerflächen, durchzogen von zahlreichen Gräben und Tiefs, außerdem verschiedene kleinere Orte, eine größere Wochenend- und Ferienhaussiedlung und zwei Campingplätze
Ortsteile: Bedekaspel, Bedekaspeler Marsch und Forlitz-Blaukirchen sowie Wiegboldsbur
weitere Kommunen: Gemeinde Ihlow, Gemeinde Hinte, Stadt Emden
Nachbarseen: die Hieve (auch Kleines Meer genannt) und das Loppersumer Meer; bereits ganz oder weitestgehend verlandet sind das Siersmeer, das Herrenmeeder und das Burhaver Meer
ökologische Bedeutung: Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten der Flachwasser, der Röhrichte und Verlandungsbereiche und Teil eines wertvollen Brutgebietes für Wiesen- und Röhrichtvögel sowie eines Rastgebietes von nationaler und internationaler Bedeutung für nordische Gänse und Limikolen (Watvögel)
Schutz: Europäisches Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet
Nutzungen: Wasserwirtschaft, Fischerei, Rheitschnitt, Landwirtschaft, Jagd und Wohnen, Naherholung und Tourismus (insbesondere Wassersport, Radfahren und Spazierengehen)
Probleme: Verlandung und Verbuschung der Röhrichte, hohe Belastung der Gewässer mit Nährstoffen, Rückgang vieler ehemals typischen Tier- und Pflanzenarten und Verschlammung vor allem der Randkanäle

nach oben