Ufersicherung und Bootsliegeplätze

Im Nordosten des Großen Meeres weisen die Ufer keine schützenden Röhrichte auf. Da westliche Winde in der Region vorherrschen, sind diese Ufer in besonderem Maße vom windbedingten Wellenschlag betroffen. Hier konzentrieren sich außerdem die touristischen Nutzungen mit Badestrand, Surfschule und Anlagen von Wassersportvereinen. Um die Ufer vor Schäden zu schützen, sind sie überwiegend befestigt. Ökologisch möglichst verträgliche Uferbefestigungen aus Holz haben jedoch nur eine begrenzte Lebensdauer. Die am Großen Meer waren infolgedessen zum Teil abgängig und erfüllten ihre Funktion nicht mehr. Sie wurden daher 2007 auf insgesamt rund 345 m Länge erneuert (rote Markierung in der Karte rechts).

Die neuen Uferbefestigungen ...

schützen die Ufer vor Abbrüchen.
bieten zusätzliche attraktive Anlegemöglichkeiten für Segelboote in der Nähe der vorhandenen touristischen Infrastruktur und Gastronomie.
fördern den naturverträglichen Wassersport.
sichern und stärken auf diese Weise den Fremdenverkehr und die Erholungs­nutzung, also einen wichtigen Wirtschaftszweig in der Region Großes Meer.
konzentrieren die Nutzung durch Boote, insbesondere das Anlegen im Bereich des touristischen Zentrums außerhalb des FFH-Gebietes.
tragen so zu einer naturverträglichen Lenkung des Bootssports bei.
mindern ungeregeltes und illegales Anlegen in den Röhrichtzonen.
reduzieren so entsprechende Schäden in den Röhrichten sowie Störungen der dort lebenden Tiere.
wurden in der Zeit von Mai bis Dezember 2007 wiederum in ökolo­gisch möglichst verträglicher Bauweise aus Holz hergestellt.
sind im Auftrag der Gemeinde Südbrookmerland durch ein Unternehmen aus der Region errichtet worden.

Diese Maßnahme wurde aus dem Programm der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A von der Ems Dollart Region (EDR) mit Mitteln der Europäischen Union sowie vom Land Niedersachsen gefördert.

Projektpartner waren die Provinz Groningen sowie die Gemeinden Hoogezand-Sappemeer, Tynaarlo und Haren, die am Zuidlaardermeer ebenfalls Maßnahmen zur Besucherlenkung für den Wassersport realisiert haben. Dort wurden die Hauptfahrrinne sowie die Fahrrinnen zu den Yachthäfen betonnt und Untiefen durch Barken markiert, um den (dort zulässigen) motorisierten Wassersport zu lenken und ähnliche Ziele wie am Großen Meer zu erreichen.

Beide Regionen haben dabei ihre frühere Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Sanierungskonzepte für das Große Meer und das Zuidlaardermeer (gefördert durch das INTERREG-II-C-Programm) wieder aufgenommen. Sie haben beide ergänzende Maßnahmen zur Umweltbildung und zur Förderung des Tourismus entwickelt und sind durch die Aktivitäten zum Ausbau grenzüberschreitender Rad- und Wasserwanderwege (Ems-Dollart-Route, Paddel- und Pedalstationen) verbunden und an einer weiteren Zusammenarbeit bei der nachhaltigen Entwicklung ihrer Regionen interessiert.

Das Ostufer des Meerwarthauskanals wurde 2007 nicht in die Erneuerung der Ufersicherung einbezogen (siehe Karte oben). Der Uferstreifen zwischen dem Kanal und dem Schilfweg wird hier vorwiegend dazu genutzt, Boote außerhalb des Wassers abzulegen. Dieser Bereich wurde 2011 durch eine Optimierung der land- und der wasserseitigen Liegemöglichkeiten aufgewertet. Dazu wurde eine neue Spundwand aus Holz gesetzt und es wurden Fingerstege errichtet. Außerdem wurden Sliprollen installiert. Bestandteil der vom LGLN Aurich mit Mitteln nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) geförderten Maßnahme war außerdem eine barrierefreie Erweiterung der Sanitäranlagen an der südlich davon gelegenen Paddel- und Pedalstation.

Darüber hinaus gibt es von Seiten der Wassersportvereine Bestrebungen, zusätzliche Bootsliegeplätze am Großen Meer durch einen neuen Anlegesteg zu schaffen.

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